Gurkencocktail

28 09 2007

Die Gurken halbieren, mit dem Löffel entkernen, in 5 mm dicke Scheiben schneiden und dann vierteln.
Die Stücke in Butter und Salz ca. 10 min andünsten.

Dressing:
Joghurt, Saure Sahne, etwas Mayonnaise, etwas Olivenöl, Schuss Zitrone, Salz und gehackte Chili verquirlen.
Abschmecken, so dass die Masse dickflüssig ist und säuerlich-scharf schmeckt.

Gedünstete Gurken und Dressing vermischen und in Whiskeygläser geben.
Pro Glas etwas Dill und Obst (Physalis, Himbeeren, Kirschen, Weintrauben o.ä.) obendrauf und kalt servieren.
Inspiriert von Einhorn Catering, Berlin





Escados – Berlin, Karl-Liebknecht-Strasse

25 09 2007

“Zwei Hefeweizen bitte.“
ca. 5 min nichts.
Dann: 2 typische Weizengläser mit untypischem Inhalt. Bier so klar wie Kristall(-weizen).
Frage an die Kellnerin: „Was ist denn das?“
Antwort: „Hefeweizen.“
Aha. Wer weiß, vielleicht habe ich den Zug verpasst und in der Hauptstadt gibt’s jetzt ganz neues und anderes Hefeweizen, als ich es vom Hinterwald kenne. Aber ein Schluck von dem Gesöff lässt Klarheit reifen: Das ist KEIN Hefeweizen.
Schon stolziert die nächste Kellnerin durch die Reihen, die ich eilig heranwinke und sie darauf aufmerksam mache, dass diese Getränke nicht die bestellten Getränke seien.
Sie schaut ungläubig.
Ich werde ungehalten: „Junge Frau, so schmeckt kein Hefeweizen und so sieht auch ein Hefeweizen nicht aus. Das hier ist vielleicht Kristallweizen, was auch immer. Aber ich hatte Hefe bestellt.“
Die junge Dame ist jetzt etwas sauer. Ich inzwischen aber auch – und bestelle als Ersatz zwei Berliner Pilsner vom Fass, da kann wenigstens nichts schief gehen.

Die kamen dann prompt und schmeckten fürchterlich, wie man es halt von dieser Biersorte kennt, aber immerhin haben wir bekommen, was wir bestellt hatten.

Das bestellte Essen war hingegen hervorragend. Daran gab’s nix zu meckern. So kenne ich das Escados – eigentlich…





Adria – Schwerin/Meckl. am Markt

24 09 2007

5,90 € für Mittagstisch: jedes Gericht, also JEDES Gericht auf der Karte (auch die Lammkoteletts für ca. 12 Euro)… mittags für 5,90 inkl. Getränk (alkfrei).
Gerade für Freunde diverser balkantypischer Fleischspezialitäten ist dieses Lokal zumindest zur Mittagszeit dringend zu empfehlen. Denn 6 Lammkoteletts bekommt man in keinem Supermarkt und bei keinem Fleischer für 5,90 € gekauft, oder? Außerdem spart man sich das Marinieren, das spritzintensive Braten, den Abwasch.
Wer also Appetit auf solche Dinge hat und in der Nähe der mecklenburgischen Landeshauptstadt verweilt, der kehre hier zum Mittag ein, denn bei den Preisen (und bei der Qualität – die ist wirklich ordentlich dort!), lohnt sich der Aufwand des Selbermachens nicht.

Aber selbst die Normalpreise der Gerichte am Abend sind vernünftig, alles um die 8 bis 12 Euro. Die Qualität ist nicht der Brüller, aber ordentlich. Es gibt nix zu meckern. Naja, man könnte, aber ich will jetzt nicht. Nur soviel: die yugoslawischen Betreiber (sind sie das wirklich?) setzen auf deutsche Ansprüche. Denn was sagt der Durchschnittsdeutsche, wenn man fragt, obs geschmeckt hat: „Ja, ich bin satt geworden.“ Oder ähnlich. Das ist zwar keine Antwort auf die Frage, aber ein deutliches Zeichen für den deutschen Anspruch: Hauptsache, der Teller ist brechend voll. Und das ist er im Adria.

Wer es zu Mittag etwas gehobener und trotzdem günstig möchte, dem empfehle ich den „Niederländischen Hof“ (s.u.).





Preiswert Tafeln in Paris

23 09 2007

ist gar nicht so schwer. Eine Kneipe z.B. in der Verlängerung der Rue de Mouffetard (die letzte Bar auf der linken Seite, wenn man bergauf geht) hat derzeit „Happy Hour“ von 16 Uhr bis 21 Uhr. Da gibt’s das Demi (0,25 l) für 2 Euro. Das ist in Paris ein Hammer-Schnäppchen. Wer aufpasst, erlebt so was auch in anderen Kneipen.

Auch in Cafés lohnt sich ein Preisvergleich. Denn am Place de la Bastille kann man schon mal locker 8 Euro für ein Demi lassen.
Es geht aber auch anders. Gerade in Cafés! Denn da ist das Bier am Tresen billiger als am Tisch. Wenn also das Demi am Tisch 3,90 € kostet, so kann es am Tresen desselben Cafés schon für 2,20 € zu haben sein. Das gilt im übrigen auch für viele andere Getränke und Speisen. In aller Regel haben die Cafés eine separate Tresenkarte, die meist an der Wand hängt.

Und es gibt auch sie noch: die Cafés, in denen man ganz klassisch „Vin de Table“ für wenig Geld bestellen kann. Da bekommt man eine Karaffe mit ½ l Tischwein für ca. 5 Euro. Aber auch sowas bieten nicht mehr alle Cafés an. Besonders in Touristengegenden wird man gnadenlos ausgenommen, die Insiderempfehlungen von Marco Polo und ähnlichen Besserwissern sorgen dort nur für peinliche Lacher.

Nun, wie gesagt: wer ein bisschen vergleicht, der kann in Paris tafeln zu Hamburger Preisen ;-)





Pasta an geschwenkten Tomaten – italienisch

22 09 2007

pro Portion ca. 5 kleine Tomaten
pro 4 Portionen ca. 1 Handvoll kandierte Zitronenschalen

Die Tomaten vierteln und in Olivenöl mit einem Rosmarinzweig, Salz und Pfeffer einen Tag lang marinieren.
Vor der Zubereitung den Rosmarinzweig herausnehmen, Zitronenschalen und eine kräftige Prise Oregano hinzugeben.
Die Flüssigkeit abtropfen lassen und einen Teil davon in die Pfanne geben, die Tomatenmasse hinzugeben und nur lauwarm anschwenken. Die Tomaten sollen weich werden, aber nicht zerfallen!
Die gekochte Pasta hinzugeben und auf tiefen Tellern portionieren.
Grob geriebenen Pecorino darüber und servieren.

Die Pasta sollte kurz und dick sein, auf jeden Fall keine Bandnudeln oder Spaghetti o.ä.
Eignet sich bestens als 1. Hauptgang oder kleines Abendmahl.
Hier gegessen und genossen:
Al Contadino Sotto le Stelle – Berlin-Mitte – Auguststrasse 34





Au Relais – Paris, Rue de Mont Cenis

22 09 2007

Tartare de Boeuf. Dazu Pommes und etwas Salat. Klingt irgendwie komisch. Doch die Franzosen haben es drauf, ein Essen für ca. 12 Euro billig klingen zu lassen, und dann ein Geschmacksfeuerwerk zu starten.
Das Tatar (Gehacktes vom Rind) ist mit einer feinen Marinade vermixt, die Pommes sind außen zart knusprig und innen weich, der Salat mit (was sonst:) französischem Dressing angemacht. Der Kellner ist sehr freundlich, bringt, wie zumeist üblich, einen ganzen Hängeschrank voll Saucen (Ketchup/amerikanisch, Senf/französisch, Worcestershiresauce/englisch, Tabasco/amerikanisch). Was dem Kellner besonders hoch anzurechnen ist: er hat sehr deutlich und sicherheitshalber mehrfach darauf hingewiesen, daß das Fleisch roh serviert wird.





Niederländischer Hof – Schwerin/Meckl. – Alexandrinenstrasse (ehem. Karl-Marx-Strasse)

22 09 2007

7 Euro für Gerichte, die ungefähr so klingen: „Thüringer Rostbrätl“ oder „Szegediner Gulasch“. Da könnte man denken, das ist aber viel Geld für Schulspeisung. Nun gut, ein Getränk ist da mit im Preis. Na gut. Mmh. Ich testete: „Ich hätte gern ein Gläschen Weißwein.“ Die Kellnerin lächelte weiterhin – „Riesling?“. Damit hatte ich nicht gerechnet und bejahte schlicht ohne nachzudenken.
Die nächste Überraschung gabs, als das Essen kam. Das Rostbrätl hatte plötzlich 5 Sterne und auch der Gulasch. Letzterer war sogar mit feinstem Rindfleisch hergestellt.

Mehrere Besuche in Folge konnten den ersten Eindruck bestätigen:
Feine Küche für einen unglaublichen Preis.
Im „Niederländer“ kannst du also sehr lecker zu Mittag speisen und deine (vornehmen) Geschäftspartner werden nicht abfällig über dich reden, wenn du sie hierher eingeladen hast.
Niederländischer Hof





Gulasch

21 09 2007

 

So einfach und so lecker! Gulasch vom Rind. Und den gibts nun nur, weils beim Fleischer meines Vertrauens kein anderes Rindfleisch mehr gab. Herrlich.
1 Pfund Rindfleisch in Würfel schneiden
In Butterschmalz anbraten, eine geschnittene Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 2 gewürfelte Tomaten, 1/2 gewürfelte rote Paprika, 1 kleine Chilischote hinzugeben. Alles scharf anbrutzeln.
Dann 1/2 Liter Kräuterbrühe (natürlich selbstgemacht) obendrauf und in kräftigen Prisen dazugeben: Liebstöckel, Bohnenkraut, Sellerie, Curcuma, Pfeffer.
Zum Abschmecken je einen Schuß roten Balsamico und Trüffelöl hinzugeben.

Jetzt auf kleiner Flamme einkochen lassen. Minimum 1 Stunde, je nachdem, wie groß die Fleischwürfel sind (und wie alt das Tier war).
Zum Schluß einen kräftigen Schuß Sahne unterrühren.

Servieren als Gulaschtopf mit geröstetem Mischbrot oder auf Bandnudeln (Parmesan drüberreiben).

Noch kocht das Ganze und ich leiste mir den Luxus, den Gulasch einen Tag ziehen zu lassen. Dann hat das Fleisch auch die herrliche Würze angenommen.





jETZT GIBTS DIE kELLE!

17 09 2007

Schnauze voll. Im wahrsten Sinne.
Was bilden sich diese Gastwirte ein? Auf der Karte steht: „Schafskäse mit Tomaten überbacken“ und tatsächlich gibts Feta von Kuhmilch. Nachfrage beim Kellner, Antwort: „Is doch datselbe!“

NEIN!
Eben nicht.

Mit diesem Blog startet eine lose Folge von Gaststättenkritiken.
Und Ihr seid herzlich eingeladen, mitzukritisieren.