Rillettes au Canard – köstlich

25 02 2008

Entenschmalzfleisch aus der Dose. Großartig. So habe ich mein Wochenende verbracht: ein halbes Weißbrot und eine 180g-Dose Rillettes au Canard aus Beaumont de Lomagne von „Les Saveurs de Bourdette“… (und Rotwein).
Wo man das, also genau das gleiche Rillettes, hierzulande kaufen kann, weiß ich nicht, denn die Dose war ein Geschenk. Aber vielleicht wird das Geheimnis hier ja gelüftet ;-)





Ketchup

23 02 2008

Jetzt hab ich schon zweimal versucht, Ketchup herzustellen.
Die jeweiligen Ergebnisse landeten im Klo wegen Ungeniessbarkeit.
Ich habe eine Vermutung: Ketchup wird kalt gerührt und nicht gekocht?

Wer kann mir helfen?





Sylt – Westerland – Café Orth

23 02 2008

Das Traditionscafé in der Friedrichstrasse hatte im Januar einen bedeutenden Vorteil gegenüber anderen Lokalen, denn wir durften rauchen.
Sehr geschickt gelöst: Der Aussenbereich war bestuhlt (inkl. 1 Strandkorb), mit einer Zeltplane gegen den scharfen Wind geschützt und es hingen mehrere Heizstrahler herum und zu jedem Stuhl gabs ne Wolldecke. Das war sehr gemütlich.

Am ersten Tag war ich aber mit Begleitung im Nichtraucherbereich.
Der Capuccino für 3,30 schmeckte deutlich nach Spülmittel. Mein Thunfischbaguette („St. Tropez“) war nichts besonderes, aber in Ordnung. Die Spaghetti Bolognese schmeckten eigenwillig, aber auch in Ordnung.

Nicht in Ordung war, dass so ca. eine Stunde nach dem Besuch des Cafés bei uns beiden eine seltsame Übelkeit in der Magengegend einsetzte. Meine Begleitung konnte ihren Brechreiz nur durch Spaziergänge an frischer Luft zurückhalten.
Auch nicht in Ordnung war, daß wir 20 min auf die Rechnung warteten. Und wir hätten mit Sicherheit länger warten können, wenn ich nicht persönlich zum Kellner gegangen wäre.

Nur ein paar Tage später mußte ich also wieder hin. Schließlich kann jede Küche mal einen schlechten Tag haben und jeder Gast auch.
Dieses mal gabs Wein. Rot. Wir liessen den Kellner empfehlen und tranken einen leckeren Wein. Punkt für den Kellner. Minuspunkt für die Bar, denn in meinem Weinglas schwamm irgendwas undefinierbares. Ich reklamierte und bekam kurz darauf denselben Wein, nur gesiebt zurück. Das fand ich sehr eklig.

Aber das Ambiente, auch innen, gefiel mir sehr. In der Tortentheke standen fette, sehr ansehnliche Riesentorten. Die Menschen, gerade im Außenbereich waren erstaunlich kommunikativ, auch der Kellner. Das war überhaupt gar nicht norddeutsch.
An der Wand hing ein riesiger Flachbildfernseher. Leider lief dort eine häßliche TV-Gerichtsshow (ist eine Tautologie oder?)

Tja, bei diesem Laden ist ein Fazit wirklich schwer. Positives und Negatives wiegt gleichviel. Ich würde aber dorthin nicht mehr gehen.





Topinambur

18 02 2008

Topinambur ist eine Art Sonnenblume mit essbaren Knollen. Mitgebracht von Seefahrern vermutlich Anfang des 17. Jahrhunderts aus Amerika. (wikipedia nennt das Jahr 1610 in Paris, aber ich habe in einer anderen Veröffentlichung vor vielen Jahren das Jahr 1513 gelesen, andere Quellen sprechen von 1612 in England…)
Die Knolle verbreitete sich schnell als Wintergemüse, da die Knollen frostsicher sind und deshalb den Winter über im Boden bleiben können, ohne Schaden zu nehmen.

Durch die Entdeckung der Kartoffel wurde Topinambur quasi bedeutungslos, hat sich bis heute aber gehalten u.a. als Tierfutter.

Die Knollen gelten als extrem gesund und enthalten einen natürlichen diätischen Süßstoff.
Der Geschmack ist leicht nussig, d.h. die Knollen schmecken auch roh.
Erntezeit ist ab November, aber wie gesagt, die Knollen können im Boden verbleiben, bis man sie essen möchte. Denn, und das ist der wesentliche Nachteil des Topinambur, die Knollen sind nicht lagerfähig.
Hier mein Topinambur-Salat, extrem einfach und extrem lecker:

Schälen.
In dünne Scheiben oder Stifte schneiden.
Etwas Öl hinzu, Balsamico Bianco, Salz, Zucker, Pfeffer. Eventuell auch Petersilie und Liebstöckel.
Ziehen lassen.

Essen.
Lecker finden.

Ziemlich dolle Topinambur-Rezepte gibts z.B. bei Die Rezeptsammlung.





Sylt – Westerland – Café Wien

10 02 2008

Ein herrlich altmodisches Café. So muß ein Kaffeehaus sein: dicke, gelbe Tapeten, eine Tortentheke, die vor Vielfalt zu platzen droht – von der Sacherschnitte bis zum Petit Four, Schoko-Chili-Creme-Torte, hausgemachte Trüffel… herrlich.
Kellnerinnen, die ihre Frisur und das Make Up der Einrichtung angepaßt haben. „Die sieht wirklich aus, wie eine Kaffeehaus-Tante“, sagt meine Begleitung. Hihi.
Preise im Limit: Kännchen Kaffee für 4,20 Euro – das ist nicht wenig, aber die Qualität ist vom obersten Regal: Darboven-Filter-Kaffee in der Stärke wunderbar ausgewogen (So muß ein Filterkaffee schmecken!).

Das Gläschen Grauburgunder war mit € 4,90 etwas teuer, aber lecker.

Eigentlich wollte ich nicht ins Schwärmen geraten, aber was bleibt mir anderes übrig.
Wer nicht so auf Kaffee abfährt, der kann hier auch besten Tee trinken: schwarzen, weißen, gelben, grünen, Kräuter-, Früchte- und sonstwasfür Tee.
Wir hatten gelben (ist nicht mein Geschmack, hat wie grüner Tee auch irgendwas von heißem Fischwasser) und hausgemixten Rote-Grütze-Tee (Hibiskus, Hagebutte, Holunder, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren). Dazu gabs Holunderbeerkandis.

Natürlich gibts in einem echten Kaffeehaus auch was herzhaftes zu essen. Nur ein Beispiel: Im Januar war im Angebot: Echtes Wiener Schnitzel (vom Kalb) mit Bratkartoffeln und Gurkensalat für machbare 13,50 Euro und als Nachtisch Kaiserschmarrn für 5,50 Euro.

Selbst wer meint, das sei nicht ganz billig, dem sei gesagt: für Sylt-Verhältnisse ist das wirklich günstig. Und die Qualität ist bestens – ich hab da auch andere Sachen erlebt (darüber schreib ich später).

Der Vollständigkeit halber: die Küche des Cafés verwendet ausschließlich Frischprodukte, ohne Konservierungsmittel, ohne künstliche Geschmacksträger und Bindemittel.