Krieg der Würste, Episode 2

29 03 2008

Hammerlecker.
Nachdem der Salat ne Nacht ziehen konnte, ist er jetzt großartig.

Und es ist verdammt spannend zu erleben, wie anders etwas schmeckt, was mit ausschließlich natürlichen und handwerklich hergestellten Zutaten zubereitet worden ist.
Mit dem Fleischsalat aus der Supermarkt-Theke hat mein Salat nur den Namen gemeinsam.
Und es wird auch hier wieder klar, mit welchem geschmacklichen Einheitsbrei das deutsche Volk ganz offensichtlich gefüttert wird. Zumindest das Volk, das sich in den Regalen der erreichbaren Supermärkte bedient.





Krieg der Würste

28 03 2008

Eigentlich wollte ich Fleischsalat kaufen. Und eigentlich will ich nicht, daß dieses Blog ein Rezepteblog wird, weil es davon schon genügend gibt und keine Menschenmenge wirklich soviel Interesse am Kochen und Brutzeln hat, wie es einem die Medien vorgaukeln.
Wäre das so, könnten Dr. Oetker und Maggi und Knorr dichtmachen.
Ist aber nicht so.

So.
Aber ich habe keinen Fleischsalat gekauft.
Ich habe stattdessen eine Fleischwurst und eine Gurke gekauft.
Eine Hälfte der Gurke hab ich nun gehäckselt und mit Senf, Salz, Pfeffer, Zucker, Essig, Öl, Bohnenkraut, Liebstöckel, Zwiebel und Knoblauch angemacht. Zieht jetzt.
Mayo hab ich auch schon angerührt.

Und wenn die Gurke gut durch ist, dann schnipsel ich die Wurst und haue alles zusammen und schmecke mit Sellerie ab.
Klingt lecker, oder?





Casagrande – Schwerin, Werderhof

26 03 2008

Mein Hauptrestaurant in Schwerin.
Die Küche ist launisch, aber meist exzellent. Man sollte nur keine Bratkartoffeln bestellen. Doch wirklich! Ich kenne Menschen, die gehen in ein italienisches Restaurant und verlangen Bratkartoffeln und Schnitzel!

Und niemand darf bei „Scaloppine …“ auch wirklich in Butter gebratenes Kalbsschnitzel erwarten… aber sonst…

Ich esse dort Tomatensuppe, Vorspeisen vom Buffet, Maccheroni alla Rabiata, Spaghetti Carbonara, Lachs in allen Varianten und Rindersteaks in allen Varianten.
Diese Dinge sind meist wirklich hervorragend.

Und – ich wollte es nicht vergessen: Carpaccio. Allerdings ist das dort gereichte Trüffelöl fürchterlich. Ich nehme zum Würzen dann entweder das normale Olivenöl oder neuerdings dieses Trüffelöltrueffeloel1.jpg. Doch echt. Das kleine 55ml-Fläschchen paßt in jede Jackentasche. Wo man das bekommt? Keine Ahnung. War ein Geschenk ;-)





Mayonnaise

17 03 2008

Aaaalso. Ganz einfach.
Aber was wirklich wichtig ist: Sonnenblumenöl. Das ist gesund (naja, ich weiß nicht, wenns raffiniert ist, dann ist es, wenn es denn irgendetwas ist, wenigstens nicht allzu schädlich ;) aber vor allem ist es ziemlich neutral im Geschmack.)
Olivenöl oder Rapsöl sind zu geschmacksintensiv – aber auch das ist Geschmackssache.
Meine Mayo rühre ich mit Sonnenblumenöl. Das muß Zimmertemperatur haben.
Außerdem: Rührschüssel – ist sehr praktisch.
Zwei Eigelb mit einem Teelöffel Senf (Born-Senf, ist – laut Zutatenliste – ohne künstliche Zusätze!) und einer Prise Salz verrühren.
Dann einen Schuß Öl hinzu, verrühren. Dann das Öl in dünnem Strahl weiter hinzugeben und rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. In aller Regel ist die Mayo dann nur etwas steif – auf keinen Fall so, wie gekaufte.
Und jetzt mit ner Prise Zucker, nem Schuß Zitronensaft und/oder Balsamico bianco und einer kräftigen Prise Liebstöckel und etwas Pfeffer würzen.
Allet schick verrühren.

Hält sich im Kühlschrank locker ne Woche.





Thüringer Rostbrätl und Born-Senf

13 03 2008

Wow. Da hatte ich mir ja was vorgenommen.
Zuerst kaufte ich mir Senf. Warum? Weil all meine Versuche, eigenen Senf herzustellen zwar von Erfolg gekrönt waren, aber bislang ist mir keine Rezeptur gelungen, die mich wirklich überzeugte. Und ich hatte Heißhunger auf Senf.
Das Problem: Die meisten Senfsorten schmecken einfach nicht. Die westdeutschen Sorten gehen gar nicht (Löwensenf u.ä.), weil die extrem „veressigt“ sind. Französische Sorten gehen meist, sind aber so blöd teuer. Ostdeutsche Sorten schmecken meist schön senfig, leider helfen die meisten Hersteller aber mit künstlich hergestelltem Aroma nach. Das gefällt mir nicht.

Und nun habe ich Born-Senf entdeckt. Hier findet sich auf der Zutatenliste nichts schlimmes und ich hoffe, daß der Hersteller das nicht nur vergessen hat anzugeben ;-) .
Und auf der Homepage entdeckte ich ein Rezept für Rostbrätl.
Ich habs gemacht! Das Fleisch zwei Tage eingelegt und dann in Speckfett gebraten.
Dazu gabs selbstgebastelten Krautsalat (natürlich mit selbstgerührter Mayonnaise) und natürlich selbstgebasteltes Kartoffelpürree mit Speck. Lecker.

Herrlich, wie lecker deutsche Hausmannskost sein kann.
(Wenn ich sie zubereite, natürlich nur. Hihi)





Lukas – Schwerin

5 03 2008

Warum muß ein Fischrestaurant „Lukas“ heißen?
Aber warum muß ich mir Gedanken darüber machen, wie ein Fischrestaurant heißt?

Schade ist, daß es keinen Räucheraal gab. Ich hatte wirklich Appetit auf Räucheraal an Rührei oder sonst was beklopptes.
Stattdessen gabs gebratenen Peterfisch und Forelle „Müllerinnen Art“.
War lecker.


Ja ich weiß, das ist jetzt keine spektakuläre Kritik, aber was solls! Das „Lukas“ ist einfach unspektakulär: Die Kellnerinnen sind hübsch und freundlich, das Essen ausgewogen gewürzt und gut portioniert, der Riesling ist lecker, der Espresso auch…

Mmh. Stimmt. Für Schwerin ist das doch schon spektakulär. Ein Restaurant bei dem es nichts zu meckern gibt. Ist ja n Ding.