Jetzt auf dem Herd: Kartoffel-Tomaten-Auflauf

21 04 2008

Es ist sooo einfach und wieder mal aus einer Reste-Idee entstanden.
Da waren also noch ein paar gekochte Kartoffeln und etwas Kräuterquark.
Und ich brauchte noch eine schöne Beilage für das Roastbeef an Gorgonzolasauce.

Was tue ich?
Folgendes:
Reichlich Butter und Olivenöl in den Topf, eine kleine Zwiebel geschnitten und 5 kleine Tomaten mit rein.
Zusammen bei voller Kraft leicht andünsten. Salz und Petersilie hinzugeben.
Die Kartoffeln in grobe Scheiben geschnitten und mit rein – Die Hitze auf kleinste Stufe.
Weiterbrutzeln.
Nach ca. 5 Minuten den Kräuterquark unterheben, Herdplatte aus und noch gute 5 Minuten auf der heißen Platte stehen lassen.

Das ergibt eine herrliche auflaufähnliche Beilage, die fast als eigenständiges vegetarisches Gericht gelten könnte. Ißt sich herrlich weg und paßt wunderbar zum Steak.

Ich weiß, es ist weit verbreitet, frische Kräuter erst am Schluß zuzugeben. Wegen der Öle und Wirkstoffe und so.
Ich aber glaube, daß unsere Vorfahren in jahrhundertealter Tradition nicht alles falsch gemacht haben und es also einen Grund hatte, die Petersilie lange mitzugaren. Ein Grund ist auf jedenfall: Petersilie entwickelt ein sehr interessantes Aroma, wenn es mitgart und eben nicht erst am Schluß hinzukommt.





Jetzt auf dem Herd: Chili Con Carne

15 04 2008

oder Chilli mit Doppelell?
Wurst.

Das Gewiegte vom Wochenende mußte weg.
Gewiegtes ist erzgebirgisch für Hackepeter.
War noch ca. 150 Gramm im Kühlschrank.
Da ich geahnt habe, daß ich Lust auf Chili haben werde, hab ich bereits vorgestern rote Nierenbohnen (auch Kidneybohnen genannt) eingeweicht. Gekauft im Biomarkt hier für 2 Euro die Tüte, hab ich die Hälfte, also ca. 250 Gramm, eingeweicht, was nun, nach dem Quellen viel zu viel ist…
Egal.
Viel Olivenöl in die Pfanne und das Hack angebraten.
2 Piri-Piri gehackt und mit rein.
10 Cherrytomaten geschnitten und rein.
Bohnen rein.
Dann Salz, viel Kreuzkümmel, etwas Selleriekraut, ne Prise Bohnenkraut und zwei Prisen Liebstöckel.
Kartoffelbrühe mit rein.
Ca. ne Stunde köcheln gelassen.
Mit Essig abgeschmeckt.
Fertig.
Lecker.

Ist bestimmt nicht ganz original. Aber was ist schon original… Schmeckt jedenfalls wunderbar :)
Nur hab ich jetzt keinen Appetit mehr. Hab beim Kochen schon so viel gekostet. Mmh.

Und wichtig: Im Gewiegten war bereits reichlich Zwiebel und Knoblauch, Kümmel und Kräuter…

UPDATE 17.4.2008
Es war nicht würzig genug.- hab also heute nachgewürzt mit einer mittleren Zwiebel und 6 bis 10 Knoblauchzehen (kleine, echte aus dem eigenen Garten) und zwei gehackten Zweigen Petersilie.





Vegetarisch ist WAS?

14 04 2008

Da war es wieder, das Vegetarierthema, also hier.

Und nun? Ich denke nach.
Immer wieder wird kritisiert, daß es in Schwerin kein vegetarisches Restaurant gibt. Das stimmt. Ich weiß, daß es im Jahre 2001 einen Versuch gab, ich glaub, in Cramonshagen(???). Dort hatten 2 findige Gastwirte das „vegetarische Buffet“ initiiert. Ich war einmal dort. Also, ich muß sagen, es war ziemlich gut. Obs das noch gibt, weiß ich nicht. Vielleicht war die Resonanz nicht so, wie erhofft.

Also. Schwerin. Hm. Was wären denn vegetarische Gerichte? Natürlich kann man in jeder Gaststätte irgendwas bekommen, was ohne Fleisch zusammengebrutzelt wurde… aber was sind denn leckere vegetarische Gerichte, mal abgesehen von Suppen und Salaten, Mozarella Caprese oder Gemüsebratlingen?

Und großes Dankeschön nochmal an die Podcaster von schwerin-schwerin. :-)





TAORMINA – Hamburg, Fuhlsbütteler Strasse

12 04 2008

Herrlich das. Es gibt vermutlich in jedem Restaurant bestimmte Gerichte, die man nicht essen sollte.
Dafür gibt es auch bestimmte Gerichte, die man aber unbedingt essen sollte – im Taormina wären das zum Beispiel die gebratene Kalbsleber auf Ruccola, oder der Tiramisu; und auch die geschwenkten Champignons im Vorspeisenbuffet … Obwohl ich mir beim Tiramisu nicht sicher bin. Der könnte auch aus der Fabrik, also vom Großhändler sein; sehr hausgemacht schmeckte der nicht.
Soweit also ein paar Pluspunkte.
Minus gabs für die Rabiata oder die Gorgonzolasauce. Auch die Carbonara ist grenzwertig, naja, aber machbar.

Das Taormina verspricht sizilianische Küche. Deshalb ist wohl klar, daß die venezianische Kalbsleber etwas fremdartig schmeckt – aber trotzdem sehr lecker.
Nur bei Gorgonzolasauce und den anderen Dingen, die uns nicht mundeten: es ist vielleicht Auslegungssache.
Obwohl… naja. Die Gorgonzolasauce hatte irgendwie nichts mit dem gleichnamigen Käse gemein. Vor allem nicht den Geschmack ;-)
In die Rabiata gehört nach meinem Wissen viel Speck und die Carbonara wird ebenfalls mit Speck hergestellt und nicht mit Kochschinken. Letzterer entfaltet einfach nicht das notwendige Aroma.

Das alles klingt jetzt ziemlich negativ, oder? Das sollte es aber gar nicht sein. Ich gehe gern dorthin. Und es ist gut, wenn man weiß, was man dort geniessen kann und was nicht.

Also kommen wir zu den Vorzügen des Restaurants:
Die Küche ist offen, jeder Gast kann also in die Töpfe und Pfannen schauen, wenn er will.
Das Personal ist mustergültig freundlich, kompetent und schnell.
Der Hauswein (rot) ist wohltemperiert und schmeckt, wie ein roter Tischwein schmecken muss: süffig, samtig, fruchtig.
Als Begrüßung gibts sehr leckeres Brot (eingedeutscht, also schön salzig) und eine Butter-Kräuer-Cremé; in dieser Woche mit Bärlauch.
Das Bistecca vom Rind ist wirklich medium und zart (und groß), das Carpaccio lecker belegt mit Ruccola und Parmesan, die Tomatensuppe fein cremig, der Espresso dunkel, bitter und kräftig.
Und am Ende gibts einen Grappa aufs Haus.

Also, meine dringende Empfehlung: wer in Barmbek Lust auf italienische Küche und rustikal-gepflegten Service hat, der darf sich hier bekochen lassen :)