El Greco – Hamburg, Tonndorfer Hauptstraße

22 05 2008

Eigentlich wollte ich nur ein Käffchen trinken, aber als mich der Zufall zur besten Abendbrotzeit ins EL Greco schleuderte, duftete es so appetitlich aus der Küche, daß ich was essen MUSSTE.
Es war deutlich zu riechen: hier wird ordentlich und durchaus frisch gekocht.

Also trotzdem erstmal Kaffee – hier gibts die Marke Piacetto und ich kann wirklich nur loben. Das war ein Kaffee!!! Italienisch, kräftig, dick, angenehm bitter.
Die Kellnerin war anfangs etwas spröde. Ich versuchte es mit Lächeln. Jawoll! Sie konnte das auch.
Nun war ich auch bereit, Speisen zu bestellen: Feta gebacken, gegrillte Peperoni, Leber in Rotweinsauce, einen Schoppen Hauswein rot und ein Wasser.

Herrlich!
Der Feta war tatsächlich vom Schaf und auf griechische Art sehr sparsam belegt, die Leber in Rotwein war zart und mit rotem Pfeffer abgeschmeckt, die Peperoni… was sagt man da: es war das erste mal, daß ich eine solche Peperoniportion wirklich komplett aufgegessen habe.
Der Hauswein war, wie zu erwarten, einfach, dafür aber sehr freundlich und gut temperiert. Schnaps gabs gratis, sogar zwischendurch kam der Herr des Hauses und schenkte nach.
Nachdem ich an meinem Tisch Besuch bekam, gabs auch noch ne extra Portion Brot…

Und am Ende wurden wir mit Handschlag verabschiedet.
Da will ich wieder hin.





Ragout Fin

17 05 2008

Ragout Fin geht auch mit Rindfleisch!!! Und es geht auch, ohne daß es einen Tag zieht. Und man kann es auch mit Parmesan überbacken.
Hab ich grad probiert.

Der Fleischer verkaufte mir ein eineinhalb Pfund-Stück lang abgehangenes Roastbeef und ich verbrutzelte es zu einem herrlichen Ragout.
Ja, das Fleisch ist natürlich langfaserig und nicht so zart im Vergleich zum Kalbfleisch, aber mit genügend Kochzeit gehts. Ich habe das Stück Roastbeef ca. 1 Stunde gekocht und dann noch ca. 1 Stunde auf der heißen Herdplatte stehen gelassen. Danach ließ sich das Fleisch sehr gut schneiden, zerfiel aber bereits dabei. Ist ja nicht schlimm. Ist ja Ragout ;-)
Auch das Legieren hab ich weggelassen.
Geht alles. Hihi





Schloss Vietgest -Bauernfängerei-

3 05 2008

Hier bekommt man richtig Lust auf ein verlängertes Wochenende… Also hab ich mal das Internet bemüht und bin auch bei E*ay fündig geworden . Folgendes Angebot hab ich dort ersteigert.

Ihre Inklusivleistungen für 2 Personen

  • 2 Übernachtungen im behaglichen Doppelzimmer
  • 2 x reichhaltiges Genießer-Frühstück
  • 1 x 3-Gänge-Menü
  • 1 x 4-Gänge Candle-Light-Dinner
  • Empfangsgetränk
  • 1 x Lunchpaket (am Abreisetag)
  • kostenfreies Parken

Einen Blick in das Schlafgemach gibt es auch … Im Himmelbett wollte ich schon immer mal schlafen, also zugeschlagen und nixx wie los.

Holla die Waldfee.. Was uns dann erwartete war ja der “Hammer “. Jedes Landschulheim in Meck-Pomm hat wohl einen besseren Standard. Ein im Internet mit Photoshop aufgepepptes Schloss.. Der Schossteich vor dem Schloss ausgetrocknet, der Tümpel hinter dem Schloss verwildert, verkrautet, Trampelpfade..2 Sonnenliegen ohne Auflagen für das gesamte Schloss. Das Kneippbecken ein selbstgemauertes winziges Etwas ohne Wasser…

Von den auf den Fotos angepriesenen Zimmern keine Spur. Ich wette, wir waren in einer früheren Gesindekammer untergebracht. Klein, mehr als spartanisch eingerichtet, mit sanitären Anlagen, das walte Hugo.. Die öffentlichen Toiletten, welche zum Restaurant gehören wiesen braune Ränder in den Kloschüsseln auf, die Toilettenbrillen rutschten auf der Schüssel bedrohlich hin und her… Brrrrrrrr…
Ich weiss ja nicht, wo die Herrschaften, die auf der Gästeliste eingetragen sind ihr Geschäft verrichtet haben, wenn sie direkt beim Restaurantbesuch ein Bedürfnis verspürt haben.. Aber Prince Charles war sicher “not amused”..

Nun zur Küche…

Ich habe selten so schlecht gegessen, wie in Vietgest. Das Frühstücksbuffet war unter aller Kanone. Ich habe noch nie irgendwo erlebt, dass man eine “Käseplatte” auf einem Frühstücksteller mit genau 3 in Daumengröße geschnitteten Bröckchen Edelpilzkäse anbietet. Das für ca. 8 frühstückende Paare.. Die Wurstplatte, so man sie so bezeichnen mag, ein Greuel..

Das angepriesene 3- Gang Menue und auch das 4-Gang Menue liessen dann doch hoffen, da es im Gourmet -Restaurant La Perla serviert werden sollte.

Aber selbst diese beiden Menues waren mehr als enttäuschend. Es glaubt mir sicher kein Mensch, dass man in einem Gourmet-Restaurant alle !! Speisen nachwürzen musste. Vom Angebot mal ganz zu schweigen. Das 3- Gang Menue bestand aus Suppe (keine Ahnung was das für ein Abwschwasser war), Paniertem Seelachsfilet (Iglo? ) an Stampfkartoffeln und wiederlich süßem Pflaumenkompott.

Das 4-Gang Candlelight :

Vorspeise :

Wurstsalat ( von Salat keine Spur, 4 Scheibchen irgendeiner vom Frühstück übrig gebliebenen Wurst, lieblos mit Olivenöl beträufelt.)

Zwischengang:

Grüne Suppe aus dem Garten (lauwarm, geschmacksneutral, was auch immer man da aufgewärmt hatte..)

Hauptgang:

wahlweise Forelle Müllerin oder Gemüseauflauf

Die Forelle war wenigstens schon tot. Keinerlei Gewürze. Dazu 2 Kartoffeln, 1 Salatblättchen. Auf meine Anfrage nach etwas Zitrone erntete ich ein Stirnrunzeln, bekam dann aber zwei hauchdünne , sicher mit dem Laserschwert geschnittene Scheibchen, die wiederum mir ein Stirnrunzeln abverlangten.

Dessert:

Birne im Erdbeer- oder Himbeerschaum ( O-Ton der Bedienung)

Hat doch der Koch echt die Dose mit den Birnen aufbekommen… Eine halbe knochenharte Birnenhälfte, in einem undefinierbaren Schaum… (jetzt verstehe ich die Ansage der Bedienung ) Dazu eine Erdbeere als Garnitur. Nein .. keine frische Beere, eine eingeweckte Schrumpelerdbeere…
Soviel zum Gourmet 4-Gänge – Candle-Light…

Wein gab es erst ab 17 EUR die Flasche aufwärts, angepriesen als irgendwelche Schlossabfüllungen.. Ich wette, da steht wer im Keller und füllt Al*iwein in neu etikettierte Flaschen..

Liebe Leute, ich kann Euch nur raten, macht einen riesigen Bogen um dieses Gruselschloss…

P.S. Gerade fand ich diese, mir aus der Seele sprechende HOTELBEWERTUNG

Es lohnt auch mal die anderen Bewertungen zu lesen .. Hierzu einfach auf “ nächste Hotelbewertung lesen“ klicken..





Rührei mit Kapern

1 05 2008

Da haben wir letztens in der Kneipe drüber gesprochen und seitdem hatte ich Heißhunger darauf.
Heute also mußte es mal wieder auf den Frühstüxtisch. Und ich habe die große Variante gewählt: Drei Scheiben Speck gewürfelt, eine halbe kleine Zwiebel gewürfelt und beides in Olivenöl angedünstet. Nebenher zwei Eier und einen Schuß Milch verrührt, mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt und am Ende zwei volle Gabeln Kapern untergehoben.
Rein in die Pfanne und gerührt gebraten.

Dazu Weißbrot mit Butter und schwarzer Tee (Assam Maijan TGFOP) mit Zucker und Zitrone.
Der Tag hat also perfekt begonnen :)