Pfefferkirschensaft

30 12 2008

Gestern seit einigen Jahren mal wieder ein Aha-Erlebnis bei Wein.

Die Regale in den Märkten sind ja randvoll mit preiswerten und gut schmeckenden Weinen. Aber irgendwie unterscheiden die sich nur leicht und nur auf gleichbleibendem Mittelmaß. Außerdem kann man dem Wein nicht mehr trauen (s.u.).

Und gestern trank ich einen „Tempranillo“, Spanien 2006, aus der Rapunzel Vinothek. Herrlich: leicht und freundlich, und mit € 4,99 nicht ganz so teuer. Entgegen den Herstellerangaben habe ich ein Aroma von Pfeffer und Kirschen herausgeschmeckt und ich trank den Wein zu gebratenem Roastbeef auf Speckbohnen.

Weil dem normalen Supermarktangebot nicht mehr zu trauen ist, werde ich jetzt auch bei Wein auf Marken-Bio umschwenken. Da ist die Chance, um Qualität betrogen zu werden noch nicht so groß. Hoffe ich zumindest.

Jetzt wäre mal interessant zu wissen, wie weit auch die Biowinzer panschen dürfen. Denn seit 2000 beliefert die belgische Firma Stiernon Winzer in aller Welt mit einer Substanz namens „Oacylent“ – 4 Gramm auf 100 Liter mißratenen Wein und aus der Plürre wird ein wertvoller, im Holzfass gereiftert Tropfen (Quelle: Hans-Ulrich Grimm, „Die Suppe lügt“ – warum gelingt es mir nicht, einen Link zu amazon.de einzubauen?).





Hammer Hot Dogs

17 12 2008

Im Schweriner Wurm gibt es seit einiger Zeit einen Hot Dog Laden. Und ich war schon oft dort. Mein Lieblings-Hot-Dog ist der ganz normale für 2,20 Euro.
Superfreundliche Bedienung und angenehmes Ambiente.
Hot Dogs im Wurm, quasi direkt am Eingang aus Richtung Marienplatz.
Lecker.





Kartoffelhaus – Schwerin, Puschkinstrasse

19 11 2008

???
Was ist denn hier los?
Da wollte ich meine liebe Backkartoffel mit Sour Cream und Speck essen und was muß ich hören? „Wir haben keinen Speck mehr. Alle Gerichte mit Speck sind gestrichen worden.“
Wie bitte?
Am liebsten möchte ich gleich gehen, denn einer (deutschen) Küche, in der kein Speck vorrätig ist, der sollte man nicht vertrauen.
Na gut, ich habe Hunger. Und bestelle die aktuelle Angebotssuppe (Grünkohlsuppe, kleine Portion: 3,70 Euro) und einen großen Kamillentee.

Die Suppe hatte eine ganze Menge Zimt in sich. Ich weiß nun nicht, ob das so sein muß, das war die erste Grünkohlsuppe meines Lebens. und ich kann jetzt nicht sagen, daß sie nicht geschmeckt hätte, aber wirklich lecker war sie nicht. Vielleicht lag das auch daran, daß die verwendete Brühe irgendwie ziemlich dünn war (in der ich übrigens Speck entdecken konnte).
Nur über die Portionsgröße und die zwei Scheiben Schwarzbrot kann ich nicht klagen.

Rechnung:
Suppe 3,70 €
Kamillentee (groß) 3,40 €

Schade.





CU – Schwerin, Arsenalstrasse

9 11 2008

Neu.
Das Ambiente ist mir etwas zu kühl, aaaber dieser Laden hat einen entscheidenden Vorteil: es darf geraucht werden (in der zweiten Etage).
Wenn ichs richtig erinnere, ist hier ab 14 Uhr auf. Das heißt: Käffchen und Zigarette im CU – gute Idee und machbar.





Downtown Diner – Flagstaff, Aspen Ave.

9 11 2008

Eine Kneipe in den USA, die was auf sich hält, hat mindestens 2 Fernseher. Das machen die bestimmt nur, um „besser“ zu sein, als die Italiener.

Mit Hygiene habens die hier nicht so. Kaffeebecher mit angetrockneten Resten oder eine verschmierte Milchkanne kann schon mal vorkommen. Auch, daß man in eine Kaffeebar schleudert, in der es quasi nur Kaffee gibt („regular“). Also kein Lattegedaller mit Sahnehäubchen. Nein. Kaffee.
Die Teller sind angeplatzt. Normal. Spanische Gelassenheit.
2 x Kaffee (Kaffee gibts immer mit kostenloser Auffüllung, bei uns: Kaffee satt) und 1 x Applepie with Icecream für 7,50 – das ist sehr geil.





Stadtkrug – Schwerin, Wismarsche Strasse

5 11 2008

Überraschung: sie war richtig lecker, die Tagessuppe. Es gab Plater Kartoffelsuppe, den Preis habe ich vergessen, aber für alles (3 Gläser Pfefferminztee, 1 große Cola, 1 Nudeln mit Waldpilzen und die Tagessuppe) haben wir ca. 20 Euro hingelegt. Das ist nicht billig, aber im Rahmen. Die Waldpilze waren auch überraschend echt und vor allem schmeckten sie nicht nach Tiefkühlung. Leider war die Pilzsauce nicht würzig genug, ganz das Gegenteil zur Kartoffelsuppe. Die war richtig dick und kräftig. Die werd ich nochmal testen.





TGI Fridays – Vernon Hills, Chicago – Ill.

26 10 2008

Es ist eine Art Steakhouse mit ner riesigen Bar und vielen TV-Screens. Das scheint in den USA der Brüller zu sein, denn viele Bars haben mindestens 10 Flatscreens, auf denen die verschiedensten Sportevents live zu sehen sind.
Das Bier gabs nur mit Paßkontrolle, der Kellner war fix und freundlich und das Essen ordentlich.
Es gab ein leckeres Steaksandwitch (Steak, Ciabatta, undefinierbare Fruchtstücke und Zwiebelringe), sehr lecker für ca. 12 Dollar und einen „Chicken Cesar Salad“ mit viel Chicken & Salat und geditschtem Zwieback und einem leckeren Knoblauch-Käse-Dressing für ca. 10 Dollar.
Alles in allem ordentlich und gut.
Hier sagt man nicht „the bill please“; hier heißt es „the check“, wenn man die Rechnung möchte. In aller Regel muß man hierzulande die Rechnung gar nicht bestellen, die kommt oft bereits mit dem Hauptgang von ganz allein.





Smörebröd – Kopenhagen, Strandgade 14

19 10 2008

Unscheinbar im Souterrain eines Eckhauses verbirgt sich dieses Lokal mit eigentümlich charmantem Ambiente. Moderne Barhocker, in die Fensternieschen eingelassene Couches, Hochtische; Salzmühlen, Pfeffermühlen – eine größer als die andere. Im Raum große Holztische für mindestens 8 Personen mit antiken Schnörkelstühlen. An der Wand neben dem Tresen eine Anrichte, die vermutlich 200 Jahre alt ist – naja, aber zumindest so aussieht. Der Tresen, der die Grenze zwischen Gastraum und offener Küche markiert, ist mit weißen Kacheln verkleidet. Pro Tisch eine Kerze und eine Rose.
Selten habe ich mich so wohl gefühlt, selten ein so gemütliches Restaurant erlebt.
Auf der Karte typisch dänisches Smörebröd.
Wir aßen Minced Beef (Beefsteak) + Italian Mistress (mehr oder weniger Salat) – beides saugeil!
Schnell, lecker, freundlich; die Flasche Wasser ging aufs Haus – ansonsten dänische Preise… Herrlich.





USA today

16 10 2008

Ein paar Wochen nicht da. Sorry.
Habe mich in US-amerikanischen Fast-Food-Tempeln und Steakbratereien umgeschaut. Die Ergebnisse der kulinarischen Reise gibts in den nächsten Tagen – hier.





Österreich in Schwerin – Die Münze

7 09 2008

Ja, es hat geschmeckt! Und die Semmelknödel waren eindeutig hausgemacht. Der Braten war schön dünn geschnitten, die Sauce wunderbar dunkel und sämig, der Krautsalat lecker mit Kümmel angemacht… Herrlich. Es hat nicht nur wunderbar geschmeckt, es kostete auch noch unglaubliche 9,50 Euro.
Also ich kanns empfehlen, das neue Konzept in der alten Münze (Münzstrasse). Es gibt sogar echtes Wiener Schnitzel, das ist zwar etwas teurer, doch jetzt weiß ich, daß man das Geld investieren kann, denn die Küchenbesatzung ist offenbar Spitze.
Und, liebe Gemeinde, auch wenn viele Gerichte auf der Karte seltsam klingen (ich aß „Bierbrat’l in der Rein“), Kellner fragen und dann einfach bestellen!
Meine Begleitung hatte Käsespätzle mit gebratenen Zwiebeln und Salatteller für 7,90 Euro und war ebenfalls begeistert.