La Bouche (V2) – Schwerin, Buschstraße

5 11 2015

Alles neu macht der November!
Es hat sich mehr verändert als gedacht. Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so gravierend aus und vielleicht ist das auch gut so. Dezentes Grün, hell, verhalten freundlich.
Den Fisch des Tages konnte ich auf der neuen Karte nicht finden, das Carpaccio auch nicht, aber nach kurzem Denken fällt mir ein, dass es irgendwie schon genügend Rind-Carpaccios und gebratene Fischfilets und auch Tage in Schwerin gibt.

Ab sofort gibt es Mittagstisch, in dieser Woche z.B. „Kirschtomaten-Roquefort-Tarte, Feldsalat mit Granatapfeldressing“ für 9,50 inkl. kleines Getränk. Klingt, als müsste ich hier Mittagessen gehen. Später. Heute wird es ein kleines Abendbrot, ich bin schon gespannt auf die Abendkarte (ab 17:30 Uhr).

Schön: Die großen gelben Deckenleuchten sind nicht verschwunden.
Und auch das hat sich nicht verändert: Wer abends einen schönen Sitzplatz haben möchte, der sollte rechtzeitig vorbestellen.

Vorspeise: Ziegenkäse. Perfekt.
Hauptgang: Streifen vom Entrecote. Perfekt.





Auszeit – Berlin, Neue Bahnhofstraße

30 10 2015

Man kann sich bestimmt darüber streiten, ob eine Lammpfanne (13,90 €) in einer Pfanne serviert werden sollte, oder ob in der hier gereichten Lammpfanne vielleicht etwas wenig Lamm enthalten ist. Aber nicht zu bestreiten ist der hervorragende Gesamteindruck. Na gut, die als Tapas gereichten gegrillten Artischocken (6,90 €) kommen aus der Konserve und auch der gemischte Tapasteller (12,90 €) wirkt unaufgeräumt und ohne Idee. Aber das Brot war gut, der Primitivo sehr lecker, und – ja blöd, das Sprudelwasser ist leider von Nestlé. Warum halten viele Menschen das San Pellegrino nur für ein besonders gutes Wasser? Ich frage wirklich, denn es gibt vielleicht einen Grund?
Die Bedienung war seltsam, aber total nett; das Ambiente ist wunderbar, die Preise voll im Rahmen.
Also… alle Bedingungen erfüllt, um wieder einzukehren.





La Bouche – Schwerin, Buschstraße

27 10 2015

Sehr gut: Dieses Restaurant bleibt uns erhalten. Es wechselt nur der Betreiber. Und die Klassiker (Kalbsleber, Carpaccio, Fisch des Tages) bleiben ebenfalls. Und es kommen neue Schweinereien hinzu. Ich hatte die Artischocke (7,90 Euro) mit zwei Dips. Grandios. Ist nix dran, fetzt aber und isst sich zu zweit sehr kommunikativ. Danach waren wir noch ausreichend hungrig für … klar … Kalbsleber und… warte… Merguez Frites. Letzteres war nicht so der Brüller, obschon es geil geschmeckt hat. Aber: Es ist und bleibt lediglich eine Nobelvariante von Bratwurst mit Pommes.
Ganz anders die französische Blutwurst (Boudin Noir). Die gibts mit Kartoffelbrei, Birne und Rote Beete. Wirklich großartig.
Mit ner Flasche Wein + Wasser + Espresso bleibt der Preis für zwei Feinschmecker unter Hundert Euro… Also, für ein feines Essen in der Toten Stadt am Pfaffenteich ist dieses Objekt weiterhin die erste Wahl.

Update 5.11.2015: La Bouche V2





Allesisstgut – Seehotel Nakensdorf

27 10 2015

Da kann man nicht viel sagen. Das ist wirklich gut.
Mit viel Glück bekamen wir noch einen Tisch am Sonntagabend. Merken Sie was? AM SONNTAGABEND! Sonntagabend sitzt der größere Teil Deutschlands vor dem Fernseher. Restaurants machen am Sonntag gerne früher zu, erst recht auf dem mecklenburgischen Land. Nicht so in Nakensdorf. Ausgebucht. Es ist aber auch schön dort!

So genug gelobt.
Ich finde, 35 Euro für ein Dreigangmenü mit fröhlichem Service ist kein Schnäppchen. Aber das Essen ist auch nichts fürs Bratwurstpublikum.
Es gab Cherryhering (Hammer!) und Kürbis-Apfelsuppe (hab ich nix von abbekommen), dann Kabeljaufilet auf Linsen (echt gut) und hintenraus 3erlei Käse (mit leckeren Dips) und Quarkplätzchen (Quarkklies, Quarkkeulchen, – hab ich auch nix von abbekommen).
Ich wills mal so sagen: Euphorie hat sich nicht eingestellt, denn es gibt in Mecklenburg inzwischen eine Handvoll Spitzenkneipen. Aber diese gehört dazu.
Es fehlte leider das gewisse Etwas, der Spritzer Limone oder Champagnerschaum… schade. Irgendwie, irgendwas.
Fakt ist: Dieses Objekt ist dringend zu empfehlen!
Seehotel Nakensdorf





Scharfe Ecke – Weimar, Eisfeld

27 09 2015

Stark! Wirklich.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht bei einem unserer vielen Thüringenbesuche als Kind schon einmal Thüringer Klöße aus Thüringen gegessen habe. Fakt ist, es hat sich mir nicht eingebrannt. Also war da nichts besonderes dran oder ich hatte tatsächlich noch keine.
In Weimar jedenfalls gibts echte Thüringer Klöße. Selbstverständlich bekommt man in Weimar in jedem Tourirestaurant „echte Thüringer Klöße“, aber in der Scharfen Ecke gibt es „hausgemachte“!
Ich bin ja Kloßfan. Und nun kann ich mit Bestimmtheit sagen: Thüringer Klöße sind nicht meine Lieblingsklöße. Daran ist aber dieses Restaurant nicht schuld, denn was man in der Scharfen Ecke geboten gekommt, das ist ziemlich gut. Allerdings muss man vermutlich aus dem Norden kommen, von dort, wo herbe Freundlichkeit normal ist. Denn die in Deutschland sonst übliche Scheißfreundlichkeit gibts in diesem Lokal nicht. Vermutlich, weil es hier immer noch so ist, wie früher in einer HO-Gaststätte: Die Gäste stehen Schlange. Wer nicht reserviert hat, der sollte sich keine Hoffnungen machen. Deshalb empfehle ich jedem, der ein ruhiges Abendbrot genießen möchte, nicht die Tische an der Tür zu reservieren.
Und für normal gewachsene Europäer genügt tatsächlich die kleine Portion! Wirklich. Dann gibts zwar nur einen Kloß, aber der ist ohnehin schon riesig.
Beim nächsten Besuch testen wir das Röstbrätl mit Bratkartoffeln.





Gourmetfabrik – Schwerin, Werderhof

27 09 2015

Schade. Wir hatten etwas Lob gehört und gingen dann glatt auf Mittagstisch dorthin. Beim ersten Mal wars ganz gut. Also wirklich nur ganz gut. Das Vitello Tonnato war, wie soll ich sagen… das Fleisch schmeckte nach Kühlschrank. Schade. Der Mittagstisch meiner Begleitung war für 5,90 Euro ausgezeichnet.

Also gabs einen zweiten Versuch. Pünktlich kurz vor 14 Uhr. Es war Sommer, wir setzten uns draußen an einen Tisch. Die Bedienung fragte nach Getränken und brachte diese. Das wars.
Nach 10 Minuten ging ich hinein, um nach der Speisekarte zu fragen. So erfuhr ich immerhin, dass die Küche pausiert.
Das war nicht fetzig, denn ich hatte Hunger.





Ars Vivendi – Schwerin, Lennéstraße

25 08 2014

Nein, das ist gar nicht teuer!
Dafür aber ist es lecker. Hier gibt es hausgemachte heiße Schokolade (3,50 Euro) und vor allem Vitello Tonnato (9,80 Euro)! Weil diese kleine Leckerei aus Kalbsbraten und Olivencreme mit Kapern obendrauf gleich am Beginn der Speisekarte stand, kam ich nicht dazu, den Rest zu lesen.
Ich verspreche aber, ich komme wieder mit viel Hunger. Und dann lese ich!
Insgesamt machte das Haus einen sehr ordentlichen Eindruck. Am Sonntagabend gut gefüllt, fanden wir aber noch einen kleinen Tisch für zwei und wurden trotz der mickrigen Bestellung (einen Kakao für die Dame und ein Wasser für den Herrn) äußerst freundlich bedient. Positiv fiel auch hier die Musik auf: Eine wilde Mischung von echten Klassik-Hits in brauchbaren Interpretationen. Ich erkannte zumindest Dvoraks 9. Symphonie, den zum Weinen schönen zweiten Satz, und eine Instrumentalversion von Schuberts Ständchen. Ging jedenfalls. Besser als Ostseewelle! (Hahaha)

Also, das Ding ist stimmig und wer mit guter Laune herkommt, der wird auch gut gelaunt wieder gehen, es sei denn, er ist ein Geizhals!

Ars Vivendi








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