Harzer Käse – Teil 1

Teil 1 ist bislang erfolgreich und ich muß gestehen, ich hätte die Käsemasse am liebsten gleich komplett vernascht.
Am Freitag vergangener Woche habe ich ca. 400 Gramm Quark zum Trocknen aufgehängt; bei Zimmertemperatur in meiner Küche. Hierzu ist eines ganz wichtig: der Quark kommt vom Hof Weitenfeld und besteht aus reiner unbehandelter Kuhmilch der höchsten Qualitätsstufe „Vorzugsmilch“.
Dieser Quark schmeckt schon im frischen Zustand anders als der aus dem Supermarkt.

Nach zwei Tagen fing der Quark an, zu riechen, aber schon am dritten Tag ging der Geruch wieder zurück. Am vierten Tag schon konnten meine Gäste keinen „Gammel“-Geruch wahrnehmen. Gestern habe ich das Tuch geöffnet und fand eine trockene Masse, die auf der Oberfläche ein geriffeltes Muster zeigte, das aber auf Fingerdruck nicht reagierte.
Ich gab die Masse in eine Rührschüssel, hinzu einen halben Teelöffel Salz und eine kräftige Prise Kümmel und knete komplett durch.

Dann probierte ich.
Und war begeistert: genau so schmeckte früher der Harzer, wenn er noch nicht reif war.

Nun formte ich 4 Rollen, legte sie in eine hohe Auflaufform und bedeckte sie mit einem in Essig getränkten Tuch.
Diese Form halte ich seitdem immer in der Nähe oder in der Röhre des Herdes, damit sie möglichst viel Wärme mitbekommt.
Heute begannen die Rollen schon mit der Gelbfärbung.
Jetzt werde ich täglich das Tuch wechseln und sobald die Röllchen dick und gelb sind, sag ich bescheid!

Zutaten:

1 Pfund Quark (keine Industrieware!)
1/2 Tl Salz
1 Prise Kümmel

1 Handtuch
Essig
Keramikgefäß

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