Ein Steak, ein Carpaccio und lieber kein Lamb Vindaloo!

Rostock fetzt. Soviel ist klar. Das Schöne für den Kulinaristen ist, daß die erwähnenswerte Innenstadt nicht allzu groß ist, aber innerhalb dieses Quartiers eine beachtliche Auswahl an guten Köchen laboriert. Das Blockhouse zum Beispiel ist mit Sicherheit nicht die erste Adresse, aber eine sichere Bank, wenn man von freundlichem Personal ein perfekt gegrilltes Steak kredenzt haben möchte. Auch preislich liegt das Objekt am Uniplatz im Limit – ganz anders das Rosmarino am Stadthafen. Allerdings gibt es hier ein grandioses Ambiente und herrlichen Wein (der aktuelle Primitivo ist göttlich!). Der Salat vorneweg ist im Preis enthalten. Das ist auch ganz gut so, denn mit etwa 20 Euro ist das Filet ziemlich teuer. Insgesamt ist man also für 30 Euro pro Person recht hochklassig unterwegs. In Zeiten, in denen es eben nicht die Norm ist, daß man gut bewirtet wird, muß man halt etwas tiefer in die Tasche greifen.
Noch tiefer allerdings muß man bei Albert & Emile greifen. Dafür ist aber das Erlebnis auf Weltniveau. Wer nicht kleckern will, der sollte aber für 2 Personen lockere 100 Euro im Ärmel haben.

Der Grieche am Stadthafen. Nunja. Das Ambiente habe ich schon mal gesehen, so um 1990 in Bremen. Aber die Fetacreme war wirklich köstlich, nur schmeckte ich keinen Schafskäse heraus. Leider. Und die Hackbällchen waren so mittel. Insgesamt also nicht schlecht, aber auch keine unbedingte Empfehlung.
Hingegen gar nicht empfehlen kann ich den Inder in der Leonhardstraße. Ausrangierte Thai…, äh du weißt schon… und eine zehn Meter dicke deutsche Hausfrau, die in der Küche arbeitet. So schmeckt denn auch das Essen. Es heißt zwar alles indisch, schmeckt aber alles irgendwie so, als hätte die Köchin einfach nur die Büchse „Indischcurry nach Tandori- oder Vindaloo-Art“ aufgemacht.
Schade.
Und jetzt erinnere ich mich auch an das indische Restaurant in Schwerin. Dort schmeckte das Essen genau so fade. Eigentlich haargenau so.
Nein. Nicht gut. Dagegen ist das Hamburger Raj Mahal ein lukullischer Tempel!!!

Höchste Punktzahl aber bekommt die Weinwirtschaft im Haus Sonne. Das Carpaccio ist wunderbar und der dazu gereichte Brotkorb schmückt sich mit täglich wechselnden Dips. Es gibt eine Wurstplatte mit Biozeugs vom Landwerthof und der Wein ist so richtig teuer. An einer Tafel wurde ein Wein angepriesen. Man könne ihn kaufen, die Flasche für ca. 7,80 € oder so. Ich dachte, bevor ich kaufe, probiere ich mal ein Gläschen. Das kostete mich dann lächerliche ca. 7, 10 €.
Mein Tipp: kaufen Sie den Wein in der Flasche und trinken Sie ihn hinterher zuhause. Er ist wirklich gut.

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2 Kommentare zu „Ein Steak, ein Carpaccio und lieber kein Lamb Vindaloo!

  1. Ich hätte da auch noch zwei Tipps für Rostock, da wir auch gerne mal die Hansestadt wegen der Restaurants besuchen: Die Tapas im Bodega de Cervantes (nähe Doberaner Platz) sind unheimlich lecker und die Weinauswahl stimmt auch. Man muss nur etwas Zeit mitbringen, dann wird’s ein genussvoller Abend. Und dann hätte ich noch das in der Zwischenzeit erwähnte Borwin, das immer wieder zu glänzen vermag…

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