Schinkenkrug – Hinrichshagen

Wie oft bin ich daran vorbeigefahren! Und immer habe ich beim Ansehen der außen platzierten Schilder gedacht: „Jaja, Ostseenähe und gute, bezahlbare Küche…. das geht nicht zusammen.“
Tja. Geht doch. Über diese Gaststätte muß man nicht viele Worte verlieren. Die Karte liest sich unaufgeregt und fast langweilig und altmodisch. Doch, was dann aufgetischt wird, das ist für Ostseenähe und bei Preisen um die 10 Euro sensationell.
Ob das die Sülze mit Bratkartoffeln ist oder der Rippenbraten, der offenbar wirklich selbstgemacht ist, so wie das dazu gereichte Rotkraut (drei mal innerhalb von wenigen Wochen probiert und jedes mal anders lecker), ob Pökeleisbein oder Nackensteak.
Man merkt: hier gibt es nur vom Feinsten klassischer deutscher Küche.
Aber auch vom Feinsten neuester deutscher Bierbrauerkunst: Störtebeker! Zum Beispiel das Schwarzbier oder das Bernstein-Weizen. Wirklich gut.
Nur eins kann ich hier nicht empfehlen: deren Website.

Update.
Plötzlich ist alles anders. Neues Personal oder bloß die Urlaubsvertretung? Der normale Küchenschluß um 21 Uhr ist an sich schon ungewöhnlich, aber darauf kann man sich ja einstellen. Nicht einstellen aber kann man sich darauf, wenn man halb Neun den Laden betritt und nichts mehr bekommt. „Wir wollten gerade Feierabend machen“, tönt es aus der schon geputzten Küche. Feierabend! Zu machen! Den ganzen Laden!
Da war es wieder, das DDR-Gefühl.
Ja glaubt denn heute noch jemand, daß man zu dritt in eine teure Gaststätte geht, einfach nur, weil man Hunger hat? – „Höchstens das Schnitzel oder Hähnchen“, war zwar noch ein Angebot, aber ich spürte bereits den Zeitdruck und empfahl den Abgang.
Schade.

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2 Kommentare zu „Schinkenkrug – Hinrichshagen

  1. anläßlich eines geburtstags im schinkenkrug zu mittag gegessen: im vergangenen jahr sehr zufrieden, in diesem jahr eine katastrophe. über eine stunde auf das essen gewartet, eisbein ungenießbar, da blutig,steak-zubereitung nicht angefragt – sehr blutig, beide gerichte zurückgegeben, dafür salat mit versalzenen putenbruststückchen. bei bestellung einer flasche sekt wurde diese hinter dem tresen geöffnet und auf den tisch gestellt (ohne sektkühler), erst auf nachfrage wurde eingeschenkt, ähnlich auch beim wasser. die zum schluß bestellten espressi waren geschmacklich eine zumutung, auf die frage, ob es einen keks dazu gibt, wie sonst üblich, wurde unwirsch geantwortet: „gibts nicht!“
    hat die leitung gewechselt, oder gibt es einen anderen koch?
    das restaurant inclusive küche und bediening sind eine zumutung!

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