Erdbeerhof Glantz vor dem Aus

Gestern Mittag. Verkaufsbude des Erdbeerhofs in einem mecklenburgischen Ort. Erdbeeren wie Sau, allerdings esse ich die nicht mehr, da die mit „Pflanzenschutzmitteln“ vergifteten Erdbeeren bei mir allergische Reaktionen auslösen. Erdbeeren aus der ungespritzten Natur hingegen vertrage ich kiloweise. (Ich freue mich gerade darüber, dass ich das Gift noch schmecke und dadurch gewarnt bin.)
Jetzt wollte ich Spargel kaufen. Es gab nur noch zwei Kiepen mit altem, viel zu dickem Spargel. Ich kaufte nicht.

Heute Mittag. Gleiche Bude, gleicher Ort. Neben den beiden Kiepen mit viel zu dickem Spargel gab es eine dritte mit Spargel, der augenscheinlich frisch war. Ein Kilo, 7,90 Euro, Feuer frei.
Schon beim Schälen ein seltener Geruch nach altem Bier. Beim Kochen ein Geruch von altem Bier und altem Spargel. Beim Essen: Die Spargelköpfe schmeckten genau so, wie Spargel schmeckt, wenn seine Untermieter, die Kleinstlebewesen, anfangen zu feiern und sich fröhlich zu vermehren.

Warum verkauft man mir und vielen anderen diesen ganz klar nicht frischen, sondern aufbereiteten, alten Spargel? Ist der Bauer pleite und kann keine frische Ware mehr liefern?

Ich verstehe da keinen Spaß mehr. Deshalb war das vermutlich mein letzter Kauf beim Erdbeerhof Glantz.
Dieser Hof steht vor dem Aus – auf der Liste der von mir bevorzugten Produzenten.

Das war jetzt kein witziger Text. Ich weiß. Ich bin sauer.

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