Reingefallen: Unser Norden – Kartoffeln

Gleich zu Beginn: Nein, ich habe nicht bei Coop nachgefragt. Ich denke, das erübrigt sich, wenn man weiß, wie die Lebensmittelbranche arbeitet und wie Marketing funktioniert.

Unser Norden“ ist ein Coop-Label und wirbt sehr fröhlich mit „regionaler Qualität“.
Ich fiel drauf rein und kaufte ohne nachzudenken einen Sack „Unser-Norden“-Kartoffeln (mehligkochend). Und hätten die Kartoffeln tatsächlich mehlig gekocht und dann auch geschmeckt, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mir das Etikett etwas näher anzuschauen, um dort die Beschwörungsformel „gemäß Berliner Vereinbarungen“ zu entdecken.
Normalerweise schweigen unsere Lebensmittelprofis sehr auffällig, wenn es um Herstellungsorte und Produktionsbedingungen geht. Sie schweigen vor allem dann, wenn sie ahnen, daß es besser sein könnte, nichts zu verraten. Insofern ist es total auffällig, wenn auf dem Kartoffelsack neben dem Label „Unser Norden“, das Regionalität suggeriert, auch noch die „Berliner Vereinbarungen“ angeführt sind.
Leider ist das auch schon alles zum Thema „lokal statt global“. Die Berliner Vereinbarungen vereinbarten offenbar nicht, ob die deutsche Kartoffel auch in deutscher Erde wachsen muß. Wär ja auch blöd, wo doch ägyptische Gutsbesitzer viel billiger produzieren.

Und hätte Coop ein gutes Gewissen, dann würde die Herkunft auf dem Etikett stehen und auf der „Unser-Norden“-Website würde man uns bestimmt den einen oder anderen deutschen Kartoffelbauern vorstellen. Oder habe ich da was übersehen?

Warum ich für diesen Firlefanz meine Zeit verschwende? Weil ich es doof finde, daß sich die Lebensmittelvergifter so dreist in den Regional-Markt hineinschleichen und unter dem Lokal-Label denselben Dreck verkaufen, wie vorher. Nur daß die Menschen im Supermarkt quasi veräppelt werden.

Stolz wirbt Coop mit dem Mecklenburger Kartoffelveredlungswerk oder mit Ludwigsluster Fleischwaren… woher die wiederum ihre Rohstoffe beziehen, wird im Marketingtext gekonnt vernebelt.

Jedenfalls: kämen die „Unser-Norden“-Kartoffeln tatsächlich aus dem Norden, dann wäre Coop stolz wie Bolle und würde das auch dick aufs Etikett schreiben.
So kann man davon ausgehen, daß die Dinger einen verdammt weiten Weg hinter sich haben. International vermutlich.
Und wie gesagt: geschmeckt haben sie auch nicht. Sie waren weder mehlig noch lecker. Die Krönung: am nächsten Tag wollte ich aus den Resten – wie so oft – Kartoffelpüree machen. Das ging aber nicht! Mit dem normalen Kartoffelstampfer blieb der Brei klumpig und schmeckte gatschig. Hätten wir Schweine, hätte ich das Püree weitergereicht – in den Stall.

Die Rettung: Eierpfannkuchen

Was macht man mit Milch, die bereits anfängt zu säuern?
Meine Eltern haben die Milch dann kurzerhand dick gelegt.
Kurios, wie sehr das nach Vergangenheit klingt, was allerdings daran liegt, daß, seit die Segnungen der BRD über uns kamen, die Zeit der echten Kuhmilch in der Kaufhalle vorbei war. Plötzlich ging das nicht mehr mit der „Frischen Vollmilch“.
Das liegt daran, daß die „Frische Vollmilch“ schon lange keine Milch mehr beinhaltet, sondern nur ein Gemisch aus Milchfett und fettfreier Milch. Wenn nun die Verfahren zur Denaturierung hinzugerechnet werden, kann der fröhliche Milchtrinker sich die Kugel geben, denn heraus kommt ein Getränk mit milchähnlichem Geschmack und ähnlicher Konsistenz, ABER EBEN KEINE MILCH!

Der Betrug, den unsere industrielle Milchwirtschaft an den Milchtrinkern täglich vollführt, ist genau diese industrielle Milchverarbeitung. Denn niemand weiß, ob diese Milch gesundheitsschädlich ist. Gesund ist sie aber mit Sicherheit nicht.
Naja, zumindest will unser deutscher Verbraucherschutz offenbar keine Zusammenhänge erkennen zwischen Chemiemilch und den immer häufiger getroffenen Diagnosen „Laktoseintoleranz“.
Daß es sich bei diesen Krankheiten NICHT um „Laktoseintoleranz“ handelt, sondern um eine Abwehr des menschlichen Körpers gegen Industriemilchprodukte, wird sowohl von Medizinern als auch von Verbraucherexperten irgendwie nicht bemerkt.

Denn kurios ist schon, daß quasi alle, die an der modernen „Laktoseintoleranz“ leiden, deren Symptome nur aufweisen, wenn sie Industrieware konsumierten.
Nicht aber, wenn sie reine unbehandelte Milch und natürliche Milchprodukte verzehrten.
Das will irgendwie niemand bemerken und es ist vermutlich auch noch niemand bei Hansano auf die Idee gekommen, diese Auffälligkeit zu untersuchen.

Nun, ich für mich habe fast sämtliche Industriemilchprodukte aus meinem Haus verbannt und verzehre nur noch Milch vom Hof Weitenfeld. Ebenso wie einige meiner Bekannten, die vom Arzt je eine „Laktoseintoleranz“ „verschrieben bekommen haben“, jene aber immer ad adsurdum führen, sobald sie natürliche Milch oder Sahne verzehren.

Zynisch und menschenverachtend ist zusätzlich die Kampagne, die von einigen selbsternannten Weltrettern gefahren wird, in der behauptet wird, Kuhmilch sei schädlich.
Natürlich unterscheiden diese boshaften Krakeler nicht zwischen „Frischer Vollmilch“ und echter unbehandelter Milch.

Also: wem Milch schmeckt, der sollte sofort umsteigen und sich den Milchbauern seines Vertrauens in der Umgebung suchen und nur noch echte Frischmilch konsumieren.
Sobald die Rohware jedoch Zwischenstation bei Hansano oder Landliebe gemacht hat, ist das Zeug in Wahrheit ungenießbar und jeder sollte die Finger davon lassen.
Hinzu kommt, daß diese Lebensmittelvergiftungskonzerne mit Hochdruck daran arbeiten, die heimischen Bauern in die Knie zu zwingen und die Milch lieber billig und denaturiert aus der Ukraine zu importieren. Das ist längst Gegenwart und wem daran gelegen ist, daß sich die Zukunft wieder dem wichtigen Naturgetränk Milch öffnet, der MUSS Industrieprodukte meiden und MUSS SOFORT beginnen, beim Bauern seines Vertrauens zu kaufen.

Und Pfannkuchen… wenn also diese Milch, die nur dann anfängt zu säuern, wenn es echte Milch ist, also diese angesäuerte Milch kann man wunderbar mit Ei und Mehl und Salz zu einem Eierkuchenteig verrühren, der sich dann noch ein paar Tage im Kühlschrank hält.
(Natürlich hält der sich nicht lange, weil man geneigt ist immer mal wieder schnell einen Eierpfannkuchen in die Pfanne zu hauen und ratz batz ist der Teig alle!)

Finca la Torre

Heute muß ich dringend warnen!
Ich kaufte kürzlich mein Lieblingsolivenöl „Finca la torre“. In den vergangenen Jahren nutzte ich es in Bad und Küche. Das Öl war trüb, weil ungefiltert, und sehr kräftig, fruchtig. Es ist ein Rapunzel-Produkt in Demeter-Qualität.
Ich kaufte also wieder zwei Flaschen im Biomarkt und wunderte mich (leider erst) zu Hause, daß das Öl nicht trüb, sondern komplett transparent ist. Geruch und Geschmack sind im Vergleich zur „alten“ Qualität eher schwach.

Was hat das zu bedeuten?
Vor dem Hintergrund, daß seit dem 1. April 2011 hochwertiges Olivenöl ganz offiziell mit billigem Abfall gepanscht werden darf und der Aufdeckung einer Eisbergspitze im Biobetrug in Italien… bin ich mir sicher, daß hier, also auch bei Finca la Torre, nicht mehr das drin ist, was drauf steht.
Es ist definitiv kein ungefiltertes Öl!

Wer aber Olivenöl – wie ich – nutzt, weil es verdammt gesund ist, der möchte gerne auch all die Stoffe im Öl behalten, die ein reines und ehrliches Olivenöl ausmachen. Und deshalb kaufte ich bislang diese Marke.

Ich habe mich am vergangenen Donnerstag per Mail an Rapunzel gewandt und um Aufhellung gebeten. Leider kam bislang keine Reaktion, möglicherweise haben die genug um die Ohren wegen der italienischen Panscher. Allerdings wäre das wirklich ein Skandal, wenn auch Demeter betroffen wäre.

Solange also Rapunzel nicht antwortet (muß man ja nur, wenn der Journalist ARD oder RTL auf der Stirn trägt ^^), möchte ich dringend davor warnen, das aktuelle Öl von Finca la Torre zu kaufen. Die von mir gekauften Flaschen habe ich Anfang Dezember in einem Biomarkt in der Nähe von Schwerin gekauft; es ist offensichtlich eine junge Charge.
Warum warnen? Das Öl ist nicht ganz billig, schmeckt und riecht (neuerdings) aber nicht besser als ein billiges Supermarktöl.

Inzwischen habe ich Antwort von Rapunzel: hier.

Olivenöl auf der Haut

Ich weiß, manch einer findets eklig. Olivenöl auf der Haut. Das verstehe ich nicht. Die finden es eklig, sich ein völlig natürliches Produkt auf die Haut zu schmieren.
Ich dagegen finde es eklig, mir mit Chemieprodukten die Haut zu versauen. Wobei das Olivenöl aus dem Supermarkt längst ja auch ein Chemieprodukt ist.
Warum ich das schreibe? Ich habe mir gerade die Hände mit dem frisch erworbenen Bio-Olivenöl von Demeter (siehe) eingecremt und es hat ein völlig anderes Verhalten als das Supermarktöl.
Das Öl, das ich bisher verwendete, kaufte ich bei REWE oder PLUS oder ALDI. Es war extrem ölig und zog nur ganz langsam ein, noch Stunden später konnte ich einen Ölfilm abwischen – und schön gerochen hats nicht.
Das Bioöl (ungefiltert und so) aber ist nach einer Stunde komplett eingezogen und stinkt nicht!
Herrlich.
Das mal so nebenbei 😉

Der Käseladen – Schwerin, Mecklenburgstrasse 37

Es kann nur einen geben!
Obwohl die Schweriner Innenstadt mit insgesamt 3 Käseläden aufwarten kann, sind davon 2 Läden ungefähr soviel wert wie die Käsetheke im Supermarkt.
Nur einer kann mit Feinschmecker-Qualität punkten: Der Käseladen Mühlenberg.
Hier gibt es echten Parmesan und echten Gouda (sogar den 5 Jahre alten), echten Greyezer und echten Comté.

Worin sich „echter“ von „unechtem“ Käse unterscheidet?
Wer eine Weile ausschließlich echten Käse ißt, der spürt den Unterschied dann, wenn er irgendwann wieder einen unechten Käse probiert. Unechter Käse schmeckt im Vergleich fade und etwas gummiartig.

Ich will erzählen, wie es bei mir dazu kam, daß ich in aller Regel keinen Supermarktkäse mehr verzehre.
Eines Tages vor vielen Jahren wollte ich eine Käsesuppe kochen. Als Rohstoff diente ein Emmentaler aus der Molkerei Dargun. Ich wollte also den Käse in heißer Brühe auflösen, doch was dabei entstand, war eine grüne, plastikartige Masse. Zu der Zeit war ich noch beim Radio und ich dachte, nun hätte ich DEN Lebensmittelskandal entdeckt. Also rief ich die Verbraucherzentrale an und bat um Informationen, welche Inhaltsstoffe denn im Käse sein dürften. Die Dame schickte mir daraufhin ein Fax mit 23 Seiten.
23 Seiten Chemikalien! Und die Erklärung, wozu diese gut seien. Nach deutschem Lebensmittelrecht sind das alles sogenannte „Nicht-Zutaten“, also Stoffe, die nicht deklariert werden müssen!
Toller Verbraucherschutz!
(Wer weiß schon, daß das Lab für die Käseherstellung längst ein Genprodukt ist?)

Jedenfalls: Daraufhin habe ich Supermarktkäse aus meinem Küchenrepertoire gestrichen. Höchstens mal ein Ziegenfrischkäse und auch der Salakis-Schafskäse (klingt griechisch, ist aber französisch) darfs mal sein.
Meinen Kuhmilchfrischkäse stelle ich selbst her.

P.S.: Vor einigen Jahren habe ich unfreiwillig das Experiment wiederholt. Diesesmal mit einem Gorgonzola aus dem Supermarkt (Handelshof). In diesem Fall mußte ich hinterher den Topf und den Quirl wegwerfen, denn die grüne Masse war sehr schnell ausgehärtet und ließ sich nicht mehr abwaschen!
Zur Sicherheit sei gesagt, daß ich mit dem Gorgonzola von Galbani bis heute immer ganz hervorragende Gorgonzola-Saucen herstellen konnte.

Also Käsefreunde! Meine dringende Empfehlung für besten Käsegenuss: der Käseladen Mühlenberg, direkt links neben dem „Boomerang“.

Coca Cola – Schimmelpilzbrause

Sehr geil ist auch die Etikettenlyrik bei Coca-Cola: Dort heißt es „koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Pflanzenextrakten“. Auf der Zutatenliste taucht sowas aber gar nicht auf. Das einzige in der Zutatenliste, was aus Pflanzenextrakten sein könnte, ist das „Aroma“. Und das wären dann wieder die berühmten Schimmelpilze. Ob die Leute wissen, daß das echte Colarezept nur noch dem Geschmack nach Anwendung findet, nämlich in der Zusammensetzung des chemischen Aromamixes?
Ich meine: wissen die Leute, daß sie in Wirklichkeit dunkle Schimmelpilzbrause trinken?

Aroma-Alarm!

Immer (also IMMER) wenn in der Inhaltsstoffangabe auf der Packung das Wörtchen „Aroma“ auftaucht, dann ist da etwas faul. Denn ein Lebensmittel, das mit Aroma angereichert werden muß, damit es so schmeckt, wie es normalerweise schmeckt… wie würde das wohl ohne Aroma schmecken?
Aroma ist im übrigen immer chemisch hergestellt, also künstlich. Auch wenn da steht: „natürliches Aroma“, hier besteht der Naturanteil eben nur aus den Schimmelpilzkulturen, auf denen das Aroma völlig „natürlich“ gezüchtet wird.